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Meine Kandidatur zur Landtagswahl

Die letzten zwei Tage fand der Nomierungsparteitag der Piratenpartei in NRW statt. Am ersten Tag gab es die Ochsentour einer Nominierung aus einer Liste von 60 Bewerbern. Ich wurde auf den Listenplatz 5 gewählt, was mich sehr freut. Es freut mich aber fast noch mehr, dass die Partei in NRW eine überaus interessante Gruppe an Leuten auf diese Liste gewählt haben, die für viele vermutlich überraschend ist. Ich bin aber sehr optimistisch, mit diesem Team und den Piraten in NRW und anderen Teilen Deutschlands im Rücken eine gute Figur im Wahlkampf abzugeben und die Diskussionen innerhalb und ausserhalb der Partei voranzubringen. Und ich trete natürlich an, um in den Landtag einzuziehen, und ich glaube auch, wir können das schaffen.

Für mich hat das aber einige Konsequenzen, über die ich lange auch schon im Vorfeld nachgedacht habe. So eine Kandidatur ist praktisch das Gegenteil von dem, wie ich bislang agiere. Denn ich gehöre eher zu den Leuten, die im Hintergrund arbeiten und eigentlich wenig bis nie in der Öffentlichkeit in Erscheinung trete, weil mir das eigentlich auch bisher mehr Spass gemacht hat. Das wird sich ändern und ich werde mir wohl angewöhnen müssen, sehr viel öfter mit “Herr Horchert” oder “Christian” angesprochen zu werden, was mich im Moment noch irgendwie sehr stark irritiert.

Ich werde auch mein Verhältnis zu diesem Blog ändern oder mir zumindest einen weiteren Ort suchen müssen, wo ich in Zukunft schreiben werde. Das Ganze wird also in jedem Fall mehrere Metamorphosen zur Folge haben, die ich noch nicht in aller Konsequenz abschätzen kann. In Zukunft werde ich noch sehr viel mehr Zeit mit reden und zuhören verbringen als bisher, mich in Themen und Thesen einarbeiten, die bislang vollkommen an mir vorbei gegangen sind und mich sehr viel stärker in eine Partei integrieren, was für mich eigentlich immer ein totales No-Go war.

Aber selbst wenn ich und meine Partei nicht in Landtag einziehen werden, so wird das ein hochspannende Zeit, in der ich sehr viel lernen werde. Darum verbinde ich hiermit auch die ausdrückliche Bitte und Aufforderung, mein Verhalten kritisch zu beobachten und zu hinterfragen. Ich beisse meine Kritiker nicht, sondern nehme Kritik in aller Regel ernst und setze mich damit konstruktiv auseinander.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die nächsten Wochen und Monate, vor allem auch in Hinblick auf die Entwicklung der Partei, für die ich in den Ring steige.

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Schweinderl